miércoles, 14 de octubre de 2009

Schach


In Bolivien hat der rechtmäßig gewählte Präsident Evo Morales den US-Botschafter wegen Unterstützung von Oppositionsgruppen und Anzettelung von Aufständen als persona non-grata erklärt und des Landes verwiesen. Tatsächlich paßt es den USA nicht, daß der bolivarische Präsident Morales den Lebensstandard der indianischen Bevölkerung zu Lasten der Reichen verbessern will. Auf die Ausweisung des US-Botschafters hin haben die USA auch den Botschafter Boliviens aus den USA ausgewiesen.
Hugo Chavez aus Venezuela ist aber ebenfalls aus der eingeborenen Bevölkerung Venezuelas und hat die Ausbeutung seines Landes durch die USA unterbunden. Aus Gründen der Solidarität mit dem Präsidenten Morales hat Präsident Hugo Chavez seinen Botschafter in Washington abberufen und den US-Botschafter aus Venezuela ausgewiesen.
Das wäre aus US-Sicht Anlaß für eine sofortige militärische Intervention in Bolivien und vor allen Dingen in Venezuela, zumal in Venezuela 300 bln barrel Rohoel gefunden wurden.


Jedoch hatte zuvor Präsident Chavez mit Russland ein gemeinsames Seemanöver vereinbart, so daß sich russische Kriegsschiffe in den nationalen Gewässern Venezuelas und in den internationalen Gewässern der Karibik befinden. Noch vor kurzem hatten US-amerikanische Medien gespottet und Russland verhöhnt: „da will die Marine zeigen, daß ihre Schiffe noch für so weite Strecken seetüchtig sind“. Spott und Hohn haben jedoch umgeschlagen in ein Gezeter und Geschrei – nicht weil sich U-Kriegsschiffe im Schwarzen Meer und somit vor dem Ufer Russlands befinden, sondern weil Russland auch noch zwei Überschallbomber vom Typ TU-160 nach Venezuela geschickt hat.


"TU-160 das ist ja harmlos" – wahrscheinlich können die nur ihre Bömbchen aus dem Bombenschacht kullern lassen, wie lauter schöne bunte Smarties. Nur werden die TU-160 nicht mehr mit Bömbchen abgefüllt, sondern 2004 oder 2005 war damals Präsident Putin beim Launching der Bulava, einer nuklear bestückten zick-zack-fliegen könnenden Langstreckenrakete am Steuer einer TU-160. Die Bulava wurde über dem Nordmeer gezündet und traf ihr Ziel auf Kamchatka. Sie würde also jeden Punkt der USA erreichen können – und US-Abwehrrakten befinden sich im äußersten Norden der USA – aber sichern nicht den Süden aus Richtung Venezuela oder Kuba. Also sind die USA leicht nervös geworden.
Es besteht aber kein Grund zur Beunruhigung. Russland ist ein friedliches Land – möchte aber nicht gerne angegriffen werden. Welches Land wird schon gerne angegriffen??? Aber es bedürfte noch nicht einmal der TU-160 in Venezuela oder in Kuba, bestückt mit Bulava. Es genügt eigentlich auch die Topol M, einer ICBM die eigentlich eine ICM ist, denn sie fliegt nicht auf einer ballistischen Kurve, die von der gegnerischen Abwehr vorausberechnet werden kann – auch die Topol M fliegt ihr Ziel auf Zich-Zack-Kurz an … und vor dem Jahr 2020 werden de USA wohl keine Abwehrmöglichkeit gegen die Topol M haben.




Was sollen also die US-Abwehrraketen in Polen fast direkt an der Grenze zu Russland? Das ist nahezu so als würde Russland Raketen in Kuba stationieren um Kuba gegen den «Schurkenstaat Osterinseln» zu schützen.